Paula - Liebesbrief des Schreckens

Brandstätter, Sandra, 2016
Antolin Klasse: 2 Zum Antolin Quiz
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Medienart Buch
ISBN 978-3-95640-093-3
Verfasser Brandstätter, Sandra Wikipedia
Systematik 2/ - Klasse 2
Interessenskreis Mädchen, Comicroman, Detektiv
Schlagworte Freundschaft, Familie, Comic, Graphic Novel, Camping, Urlaub, 2/Bra 001
Verlag Reprodukt
Ort Berlin
Jahr 2016
Umfang 116 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache Deutsch
Verfasserangabe Sandra Brandstätter
Illustrationsang überw. Ill. (farb.)
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Franz Lettner;
Wie jedes Jahr verbringt Paula die Ferien mit ihrer Familie Vater, Mutter, große Schwester Esther, zurzeit mit Cool-Sein beschäftigt auf dem Campingplatz am See: Der immer gleiche Standplatz, die immer gleichen Leute samt Sommerfreundin Suse einer fröhlichen Zeit steht nichts im Weg. Wäre da nicht dieser neue Junge, der mitspielen will. Was gar nicht geht, weil, ja, weil er eben ein Junge ist. Ein Hosenschisser! Zwar ist Toni tatsächlich nicht der mutigste, aber ein großer Rätselfan wie Paula und überhaupt ganz nett. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander. Aber verliehiiiiiiebt ist sie nicht in ihn Igitt Spinne! , da kann Schwester Esther noch so laut rumätzen. Obwohl: Woher weiß man eigentlich, ob man verliebt ist? Mama meint: Na, wenn man gerne mit jemanden zusammen ist, zum Beispiel. Tja. Als Paula dann nur so zum Spaß Toni einen Liebesbrief schreibt, der in falsche Hände gerät, verliert das sonst so toughe Mädchen die Kontrolle über die Ereignisse und das Schlamassel nimmt seinen Lauf.
Die in Berlin lebende Salzburger Illustratorin, Comiczeichnerin und Concept Artist für Animationsfilme Sandra Brandstätter hat mit Paula ihren ersten Comic für Kinder gleich im renommierten Berliner Reprodukt Verlag vorgelegt. Ihre Geschichte spielt im Sommer, jener von vielen Alltagsregeln freien Übergangszeit, und erzählt leicht und witzig über eine transitorische Phase der Kindheit, in der die erste Auseinandersetzung von Kindern mit der Liebe eine wichtige Rolle spielt: Neugier, Unsicherheit, Scham, sozialer Druck der Gleichaltrigen werden fein dargestellt, ohne dass die HeldInnen vorgeführt werden. Der Comic im klassischen Buchformat ist einfach gestaltet: Kurze übertitelte Kapitel, übersichtliche Ziegelmaueranordnung der Panels, gut lesbare Schrift in durchwegs weißen Sprechblasen. Bis auf die ersten und letzten drei Seiten gibt es nur Dialogtext, dadurch sowie über die Mimik der Figuren und eine schöne Kolorierung der Zeichnungen wird Dynamik erzeugt. Insgesamt ist Paula damit auch für Comic-EinsteigerInnen ein Gewinn. Und wer dran bleibt, wird dann wenige Jahre später in Ein Sommer am See von Mariko und Jillian Tamaki (siehe S. 7 und 26; auch bei Reprodukt) über die nächste Übergangsphase lesen können und wollen.

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Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Dieser Kindercomic ist ein Sommerhit. Aber nicht, weil er millionenfach verkauft wurde (schade!), sondern weil sich der Sommer in Text und Bild einschreibt: "Meine Familie kommt jedes Jahr an den See, um hier Campingurlaub zu machen." Im Panel darunter breitet sich ein Urlaubspanorama aus, das mit See, Berggipfel und Campingarchitektur den Sommer in die Lektüre holt. Blau, grün, gelb sind kräftig ausgeführt und färben des Kindes liebste Jahreszeit harmonisch ein: Badespaß, Eisschlecken, Comiclesen finden natürlich draußen statt und nur das Liebesbriefschreiben im Inneren der Campingwägen. Neben der klaren Panelstruktur, den sympathisch gezeichneten Figuren und einer spannenden Detektivgeschichte ist die Erzählung mit reichlich Wortwitz ausgestattet, der sich auch im österreichischen Sprachkolorit niederschlägt: "Ausgefuchster, Turtelmaus, Herzerlpost."
*STUBE*

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